Tägliche Archive: 14. Februar 2012


Neuer Vorstand gewählt, Solidarität mit den Streikenden bei Pflege & Wohnen

Am Montag 13.2.2012 fanden die Organisationswahlen bei der ordentlichen Mitgliederversammlung statt.

Wir haben einen neuen Vorstand für die nächsten zwei Jahre gewählt:

  • Vorsitzender: Sven Tode
  • Stellvertetender Vorsitzender: Peter Bakker
  • Kassierin: Alice Otto
  • Beisitzer und Beisitzerinnen:
    • Svenja Hillebrandt (Vertreterin der Jusos)
    • Henning Sämisch
    • Horst Schmidt
    • Antje Valentien (Vertreterin der AG 60+)

Wir bedanken uns ganz herzlich bei dem alten Vorstand für ihren Einsatz und die vielen Erfolge, die der Distrikt in den letzten zwei Jahren zu verzeichnen hat.

Darüber hinaus verabschiedete der Distrikt einstimmig eine Resolution, in der wir unsere Solidarität mit den Streikenden bei Pflege und Wohnen erklären und Tarifverhandlungen mit ver.di über faire Löhne und Arbeitsbedingungen fordern.


Solidarität mit den streikenden Kolleginnen und Kollegen bei Pflegen & Wohnen!

Folgende Resolution wurde einstimmig auf der Mitgliederversammlung des Distriktes Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde am 13. Februar 2012 verabschiedet:

Horst, Alice und Sönke übergeben am 17.2 die Solidaritätserklärung den streikenden Kollegen von Pflegen und Wohnen an der Finkenau.
Bild: Sönke Klages

Die Beschäftigten in den Seniorenheimen von Pflegen & Wohnen streiken seit Wochen gegen die Weigerung der Geschäftsführung und der Eigentümer, einen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft ver.di abzuschließen. Wir, die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Distrikt Barmbek, Uhlenhorst und Hohenfelde erklären uns solidarisch mit dem Streik und der Forderung der Kolleginnen und Kollegen!

Wir fordern die Geschäftsführung und die Eigentümer von Pflegen & Wohnen auf, endlich ihren Widerstand gegen Tarifverhandlungen mit ver.di aufzugeben.  Die Regelung der Arbeits- und Gehaltsbedingungen durch Tarifverträge sind fester Bestandteil einer fairen und wertschätzenden Betriebskultur und des Erfolgsmodells der Sozialpartnerschaft in Deutschland. Nur mit Tarifverträgen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften sind die Arbeitsbedingungen und Einkommen der Beschäftigten geschützt. Bei sogenannten „betrieblichen Vereinbarungen“ sind die Arbeitnehmer hingegen von vornherein in der schwächeren Position, nicht auf Augenhöhe.

Die Beschäftigten im Pflegebereich sind extremen körperlichen und psychischen Anforderungen ausgesetzt und benötigen umso mehr die Sicherheit eines Tarifvertrages. Die privaten Eigentümer Pflegen & Wohnen wollen jedoch offenbar mit aller Macht die Löhne der Beschäftigten drücken und ein Exempel für die ganze Branche statuieren. Wir als SPD waren von Anfang an gegen die Privatisierung von Pflegen & Wohnen, die die Hamburger CDU zu verantworten hat. Nun zeigt sich leider, dass alle Befürchtungen von SPD und Gewerkschaften berechtigt waren.

Wir fordern:

  • Keine Tarifflucht – endlich Tarifverhandlungen mit ver.di aufnehmen!
  • Gute Arbeit braucht faire Löhne – angemessene Gehälter für die Beschäftigten in der Altenpflege!
  • Gute Arbeit braucht Respekt und faire Bedingungen – keine Ausbeutung auf dem Rücken von Beschäftigten und Heimbewohnern!